Fachbegriffe

Hier finden Sie eine Sammlung von Fachbegriffen und Abk√ľrzungen, welche Ihnen zum Thema unserer Webseite grundlegende Erl√§uterungen liefert, die allerdings keinen Anspruch auf Vollst√§ndigkeit erhebt. Sie k√∂nnen f√ľr dieses Glossar auch die Suchfunktion Ihres Browsers nutzen (meist Strg-F). Falls Sie sich n√§her √ľber einen Begriff informieren m√∂chten, k√∂nnen Sie ihn auch hier hineinschreiben oder -kopieren und bei Wikipedia nachschlagen:


A
Abdomen
Bauch
Abdomenleeraufnahme
R√∂ntgen√ľbersichtsaufnahme des Abdomens, "leer", weil vorher kein Kontrastmittel gespritzt wurde
Absaugen
Mit Absaugen wird in der professionellen Pflege und in der Notfallmedizin das Entfernen von Atemwegssekret oder Fremdstoffen mittels spezieller Absaugger√§te aus den Atemwegen bezeichnet. Beim endotrachealen Absaugen erfolgt dieses √ľber einen k√ľnstlichen Zugang in der Luftr√∂hre (Tracheostoma)
Absauggerät
elektrischer Apparat, mit dem Sekrete abgesaugt werden
ACVB
Aorto-Coronarer-Venenbypass, √úberbr√ľckung eines verengten Herzkranzgef√§√ües unter Verwendung einer Vene
Adenin
eine Purinbase, Baustein der Desoxyribonukleinsäuren(DNS)
Adipositas
Fettsucht
ADS/ADHS
Von einer Aufmerksamkeitsdefizitst√∂rung (ADS) wird gesprochen, wenn ein Kind l√§nger als 6 Monate durch ausgepr√§gt unaufmerksames und impulsives Verhalten aufgefallen ist (z.B. in der Schule, im Kindergarten oder zu Hause).Wenn Unruhe und ein √ľberm√§ssiger Bewegungsdrang hinzukommen, spricht man von einer ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivit√§tsst√∂rung)
Aerosol
mikrofeiner Nebel (einer Wirkstofflösung)
Agnosie
St√∂rung der Sinneswahrnehmung oder des Erkennens von Zusammenh√§ngen bei erhaltener Funktionst√ľchtigkeit der Sinnesorgane
AKE
Aortenklappenersatz, Ersatz der Herzklappe zwischen linker Herzkammer und Hauptschlagader
akut
schnell fortschreitend
ALL
akute lymphoblastische Leukämie
allogen
von jemand anderem
Alltagsgestaltung
Strukturierter Tagesablauf mit sinnvollen T√§tigkeiten zur Befriedigung von physischen und psychischen Bed√ľrfnissen (Essen, Bewegung, Kontakte‚Ķ)
Amputation
unfallbedingte oder operative Abtrennung eines Körperteils
Anatomie
Lehre des Körperaufbaus und der Körperstrukturen
Aneurysma
krankhafte örtliche Erweiterung bzw. Ausbuchtung einer Arterie (Schlagader)
Angiographie
Darstellung des Verlaufes eines Blutgefäßes mit Hilfe eines im Röntgenbild sichtbaren Kontrastmittels
Angiologie
Lehre von den Erkrankungen der Blutgefäße
Angiom
durch Gefäßsprossung entstandene geschwulstartige Neubildung von Blutgefäßen
Anorexie
Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust
Antibiotika
Medikamente, welche die Vermehrung von Bakterien hemmt bzw. diese abtötet (z. B. Penicillin)
Antiemetikum
Medikament zur Verh√ľtung oder Verminderung von Erbrechen
Antigen
eine Substanz, die vom K√∂rper als fremd erkannt wird und auf die der K√∂rper abwehrend - durch Antik√∂rperpro duktion ‚Äď reagiert
Antikörper
Bluteiweißsubstanzen, die mit Bakterien, anderen Mikroorganismen und Fremdstoffen reagieren und diese neutralisieren
Anämie
Blutarmut, Verminderung des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin und der roten Blutkörperchen
Anästhesie
Betäubung, Narkose
Aorta
Körperschlagader
apallisches Syndrom
Zustandbild, bei dem der/die Betroffene trotz ge√∂ffneter Augen die Umwelt nicht bewusst wahrnimmt und keinerlei gezielte Willk√ľrbewegungen ausf√ľhrt (Ursache ist eine schwere Hirnsch√§digung)
Aphasie
zentrale Störung der Sprachbildung und/oder des Sprachverständnisses
Appendektomie
chirurgische Entfernung des Wurmfortsatzes am Blinddarm (Appendix)
Appendizitis
Entz√ľndung des Appendix
Applikation
Verabreichung von Arzneimittel
Applikationsform
Verabreichungsart einer Substanz
Apraxie
Störungen von Bewegungsabläufen oder koordinierten Handlungsfolgen bei erhaltener Bewegungsfähigkeit
Arterie
Schlagader, Pulsader
alle Blutgef√§√üe, die vom Herzen kommen und mit sauerstoff beladenem Blut zu allen Organen und Geweben f√ľhren (Ausnahme
Lungenarterie)
Arzneimittelkompendium
Nachschlagewerk f√ľr Medikamente
Aspiration
Eindringen fester oder fl√ľssiger Stoffe in die Atemwegez.B. durch Verschlucken
Aspirationskontrolle
ist die √úberpr√ľfung des Gehalts an Nahrungsresten im Magen zur Absch√§tzung eines Aspirationsrisikos. L√§sst sich im Rahmen dieser Kontrolle mehr als die H√§lfte der letzten Nahrungsportion aspirieren, sollte eine erneute Nahrungsgabe hinausgez√∂gert werden, da ein erh√∂htes Aspirationsrisiko besteht. Nach etwa 1 Stunde sollte erneut eine Aspirationskontrolle erfolgen
Aspirationsprophylaxe
Hierunter werden Vorsichtsmaßnahmen verstanden, die die Gefahr einer Aspiration vermindern. Um das Risiko einer Aspiration bei sondenernährten Patienten zu vermindern, soll der Oberkörper während und nach der Nahrungsgabe hoch gelagert werden
Ataxie
Dabei handelt es sich um eine Störung der Koordination der Bewegung, die u.a. ein schlechtes Gleichgewicht zur Folge hat. Die Muskelspannung ist niedrig und schwankend. Dadurch entstehen Bewegungen, die fahrig und zittrig wirken
Athetose
Diese Bewegungsstörung ist durch unregelmäßige langsame, ausfahrende verkrampfte Bewegungen gekennzeichnet. Die Muskelspannung ist ständig schwankend
auditiv
das Gehör betreffend
Aufenthaltsbestimmungsrecht
Ein Aufgabenbereich im Sinne des Betreuungs­gesetzes (siehe
Betreuungsfall); Entscheidungen √ľber den Verbleib zu Hause, Einzug in ein Pflege¬≠heim, Krankenhaus-Einweisung, teilstation√§ren Aufenthalt o.a.
Augenhintergrund
hinterer Teil des Auges, der mit Hilfe eines Augenspiegels betrachtet werden kann
Auskultation
bedeutet in der Medizin das Abhören des Körpers, typischerweise mit einem Stethoskop. Nach Anlage einer perkutanen Sonde wird der Bauch vor der ersten Nahrungsgabe mit einem Stethoskop auf Darmgeräusche abgehört
Austauschsonden
sind perkutane Sonden, die eine PEG-Sonde ersetzen k√∂nnen. Voraussetzung f√ľr die Platzierung einer Austauschsonde ist ein bereits bestehendes, gut ausgebildetes Magenstoma. Buttons oder Gastrotubes sind g√§ngige Austauschsonden, die im Vergleich zu PEG-Sonden den Vorteil einer leichteren Pflege sowie einer verminderten Auff√§lligkeit haben
autonom
eigenst√§ndig, z.B. autonomes Nervensystem, dadurch werden automatische und unwillk√ľrliche Funktionen, wie die Atmung, gesteuert




B
Baclofen-Pumpen
unter die Bauchhaut eingepflanzte Medikamentenpumpe, die √ľber einen d√ľnnen Schlauch das spastikhemmende Medikament Baclofen in die N√§he des R√ľckenmarks bringt
Bakterium
Krankheitserreger
Ballaststoffe
Ballaststoffe sind Bestandteile pflanzlicher Nahrung, die von den k√∂rpereigenen Enzymen im Magen-Darm-Trakt nicht abgebaut werden k√∂nnen. Ballaststoffe stellen von ihrer chemischen Strukur her eine sehr heterogene Stoffgruppe dar. Nach ihren L√∂slichkeitsverhalten in Wasser lassen sie sich in l√∂sliche Ballaststoffe (z.B. Inulin, Oligofruktose, Pektin, Gummi Arabicum) und unl√∂sliche Ballaststoffe (z.B. Zellulose, Hemizellulose, Lignin, Resistente St√§rke) einteilen. Ein Teil der Ballaststoffe wird im Dickdarm von Bakterien zu kurzkettigen Fetts√§uren abgebaut, die dort den ph-Wert des Darminhalts senken und als N√§hrsubstrat f√ľr die Zellen der Dickdarmschleimhaut dienen. Einige Ballaststoffe, z.B. Inulin und Oligofruktose haben prebiotische Eigenschaften und werden von den Dickdarmbakterien als Energiesubstrat verwendet
basal
am Grund eines Organs oder Körperteils liegend; grundlegend
Basale Stimulation
Dieses p√§dagogische Konzept ‚Äď nach Andreas Fr√∂hlich ‚Äď f√∂rdertMenschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen. Ihr Ziel ist es, den Kindern √ľber elementare Wahrnehmungsangebote Kontaktm√∂glichkeiten mit ihrer Umwelt zu erschlie√üen und damit Lernprozesse anzubahnen
Beatmung, k√ľnstliche
Dauerhafter Ersatz oder kurzzeitige Unterst√ľtzung der spontanen Atemt√§tigkeit durch Apparate
Bengmark-Sonden
sind eine Sondenart, die speziell f√ľr die Applikation von Nahrung in den D√ľnndarm konzipiert wurde. Charakteristisch ist die sogenannte Bengmark-Spirale am Ende der Sonde, die eine gute Haltefunktion im D√ľnndarm erm√∂glicht, da sie sich in die D√ľnndarmfalten legt. Hierdurch wird ein m√∂gliches "Zur√ľckwandern" der Sonde vom Darm in den Magen vermieden. Bengmarksonden sind als transnasale oder perkutane Varianten erh√§ltlich
Betreuungsfall
Im Sinne des seit 1992 geltenden Betreuungsgesetzes (in ge√§nderter Form seit 1999) gibt es keinen Vormund oder Gebrechlichkeitspfleger mehr, sondern den soge¬≠nannten Betreuer. Dieser wird vom Gericht f√ľr die Aufgaben¬≠bereiche einge¬≠setzt, die eine Person selbst nicht mehr f√ľr sich regeln kann. Alle Beteiligten haben sich gem√§√ü ¬ß 1901 (2) BGB an die W√ľnsche und auch Voraus-Verf√ľgungen des Betroffe¬≠nen zu halten. Um zu vermeiden, dass √ľberhaupt eine gerichtliche Betreuerbestellung erforderlich ist, kann vorsorglich eine Vertrauen¬≠sperson gem√§√ü ¬ß 1896 BGB rechtlich bevollm√§chtigt werden
Bilanzierte Diät
Bilanzierte Di√§ten (auch: Lebensmittel f√ľr besondere medizinische Zwecke) sind Lebensmittel, die auf besondere Weise verarbeitet oder zusammengesetzt und f√ľr die di√§tetische Behandlung von Patienten bestimmt sind, die sich mit √ľblichen Lebensmitteln nicht ausreichend ern√§hren k√∂nnen. Bilanzierte Di√§ten werden unterteilt in a) vollst√§ndig bilanzierte Di√§ten: Di√§tetisch vollst√§ndige Lebensmittel, die als einzige Nahrungsquelle f√ľr eine Person dienen k√∂nnten. b) erg√§nzende bilanzierte Di√§ten: Di√§tetische Lebensmittel, die sich nicht f√ľr die Verwendung als einzige Nahrungsquelle eignen. (Di√§tverordnung vom 28. April 2005)
Billanzierung
genaue Erfassung der Einfuhr von Fl√ľssigkeiten in den K√∂rper und der Fl√ľssigkeitsausfuhr (als Urin)
Biographiearbeit
Lebenslaufbeschreibung Zusammenhänge von biographisch Erlebtem nutzen, Auswirkungen erkennen und diese in die Arbeit mit den Klienten einbeziehen
Biopsie
Gewebeentnahme
Blasten
unreife, weiße Blutzellen
Blastom
Gewebsneubildung oder Geschwulst
Blister
Verpackung (z.B. Medikamente)
Blutbild
verschiedene Untersuchungen der einzelnen Blutkomponenten; diese Tests sind wichtig f√ľr die Diagnose und f√ľr die Behandlung
Blutgasanalyse
Bestimmung des Sauerstoffgehaltes im Blut
Blutplättchen
Thrombozyten, helfen bei der Blutstillung
Blutsenkung
Bestimmung der Geschwindigkeit, mit der Blutkörperchen in ungerinnbar gemachtem Blut absinken
Bobath-Konzept
Dies ist ein ganzheitliches Behandlungskonzept f√ľr Menschen mit cerebralen Bewegungsst√∂rungen nach Berta und Karel Bobath. Es beinhaltet Anwendungen aus Physiotherapie, Ergotherapie und Logop√§die.Die Hauptziele sind Erarbeitung von Bewegungsabl√§ufen, die im Alltag eingesetzt werden k√∂nnen; F√∂rderung der motorischen, geistigen, sprachlichen, sozial-emotionalen Entwicklung; Ma√ünahmen zur Vermeidung von so genannten Sekund√§rsch√§den, wie z.B. Gelenkversteifungen
Bolusapplikation
Portionsweise Gabe der Sondennahrung. Dies ist √ľber eine gro√üvolumige Spritze oder mit Hilfe einer Ern√§hrungspumpe m√∂glich
Botulinumtoxin
in den Muskel einzuspritzendes Medikament zur Verringerung einer dauerhaft erhöhten Muskelspannung (z.B. Spastik)
Braun√ľle/Viggo
Kunststoffnadel, die in der Vene liegt, um Medikamente und Fl√ľssigkeit zu verabreichen
Bronchialtoilette
Absaugen und Reinigung der Bronchien
Bronchoskopie
Endoskopische Untersuchung des Tracheobronchialsystems
Button
Ein Button ist eine perkutane Austauschsonde, die auch als "Knopfsonde" bezeichnet wird und insgesamt die kosmetisch beste M√∂glichkeit einer enteralen Ern√§hrungstherapie in den Magen darstellt. Charakteristisch f√ľr den Button ist eine besonders kleine √§u√üere Halteplatte, wodurch eine hohe Unauff√§lligkeit erreicht wird und er unter der Kleidung fast unsichtbar ist. Der Austausch einer erstplazierten PEG-Sonde durch einen Button kann normalerweise nach 4-6 Wochen erfolgen. Die Platzierung des Buttons ist sehr einfach, da er schmerzfrei durch das gut ausgebildete Stoma in den Magen eingef√ľhrt werden kann. Ein kleiner, mit sterilem Wasser bef√ľllter Ballon am Ende des Buttons sorgt f√ľr einen sicheren Sitz im Magen. W√§hrend die Erstplatzierung des Buttons nach vorheriger Entfernung der PEG-Sonde im Krankenhaus erfolgt, kann ein Wechsel des Buttons problemlos zu Hause durchgef√ľhrt werden


C
Cerebrale Krampfanfälle
(Epilepsie) Menschen mit schweren Behinderungen leiden h√§ufig unter epileptischen Anf√§llen. Oft ist ein ‚ÄěHerantasten" an die geeignete Medikamentenkombination und deren jeweilige Dosierung n√∂tig
Cerebralparese
Unter diesem Sammelbegriff werden verschiedene St√∂rungen im Bewegungsablauf zusammengefasst. Weitere Bezeichnungen lauten Cerebrale Bewegungsst√∂rung oder CP. Ursache daf√ľr ist eine Sch√§digung des Gehirnabschnitts, der f√ľr die Koordination der Muskelbewegung zust√§ndig ist. Die Auswirkungen reichen von unbeholfenen Handbewegungen bis zu Schwierigkeiten beim Gehen oder kompletter Bewegungsunf√§higkeit
Charrière (CH)
Ma√üeinheit f√ľr den Au√üendurchmesser einer Sonde. 1 Charri√®re (1 CH) entspricht 0,33 mm. Wird eine Sonde beispielsweise mit 14 CH beziffert, so bedeutet dies, dass die Sonde einen Au√üendurchmesser von 4,6 mm aufweist
chondro-
den Knorpel betreffend
Chondroblastom
Knorpelbildungszellen
Chromosom
wesentlicher Bestandteil des Zellkernes, Träger der Erbanlagen, bestehend aus Desoxyribonukleinsäure (DNS)
chronisch
langsam fortschreitend
Chronisch obstruktive Bronchitis
Entz√ľndung der Bronchialschleimhaut mit Husten, Auswurf und Atemnot
Chronische Herzinsuffizienz
Unvermögen des Herzens, das zur Versorgung des Körpers erforderliche Blutvolumen zu fördern
CMR
cardiovascular magnetic resonance, Methode zur bildlichen Darstellung des Herzens und seiner Gefäße. Siehe auch MRT
Colitis ulcerosa
schwerwiegende chronische Entz√ľndung des Dickdarms
Computertomographie
Röntgenuntersuchungsmethode, mit der Querschnittbilder des Körpers in verschiedenen Schichten dargestellt werden
Cortison
Hormon der Nebennierenrinde


D
Dauerkatheter
ein Kunststoffschlauch zum Ableiten von Urin, z.B. bei langen Operationen
DEHP
Diethylhexylphtalat (DEHP), ein umstrittener Weichmacher von Kunststoffen mit gesundheitsschädlichem Potential
Dehydration
Fl√ľssigkeitsentzug, Fl√ľssigkeitsmangel, Austrocknung
Dekubitus
Sch√§digung der Haut und des darunterliegenden Gewebes durch lokale Druckbelastung bzw. Verminderung der Sauerstoffzufuhr durch Kompression der Gef√§sse, auch als Druckgeschw√ľr oder Dekubitalgeschw√ľr bezeichnet
Depression
Behandlungsbed√ľrftige psychische Erkrankung mit Symptomen wie: Antriebshemmung, Stimmungseinengung
Desinfektion
Grösstmögliche Reduktion von Keimen und Erregern mit spezifischen Mitteln
Desoxyribonukleinsäure (DNS)
Aufbausubstanz der Chromosomen
Desoxyribose
zum Aufbau der Desoxyribonukleinsäure (DNS) benötigter Zucker
Diabetes
Zuckerkrankheit, Stoffwechselkrankheit des Glukosestoff wechsel durch Insulinmangel
Diabetes mellitus
Zuckerkrankheit; erhöhter Blutzuckergehalt durch Mangel an Insulin oder vermindertes Ansprechen auf Insulin
Diagnose
Erkennen und Benennen einer Krankheit
Dialyse
Entfernung jener Stoffe, die √ľblicherweise durch den Harn ausgeschieden werden, mit einer "k√ľnstlichen Niere". H√§modialyse, sofern die Stoffe direkt aus dem Blut, Peritonealdialyse, sofern sie √ľber das Peritoneum (Bauchfell) entfernt werden
Diarrhoe
Durchfall
Differentialblutbild
ein Blutausstrich (d.h. ein auf einem Objekttr√§ger ausgestrichener Blutstropfen) wird unter dem Mikroskop untersucht, und die einzelnen Unterarten der wei√üen Blutk√∂rperchen werden nach ihrem prozentuellen Anteil aufgeschl√ľsselt
Differentialdiagnose (DD)
Unterscheidung ähnlicher Krankheitsbilder
Dioptrie
Maßeinheit zur Brillenbestimmung oder zum Ausmaß einer Stauungspapille
Dispenser
Behälter zur Vorbereitung und Verabreichung von Medikamenten
dorsal
hinten
Down-Syndrom
Als Down-Syndrom bezeichnet man eine spezielle Genommutation beim Menschen, n√§mlich die Verdreifachung (Trisomie) des 21. Chromosoms oder von Teilen davon. Daher lautet eine weitere √ľbliche Bezeichnung Trisomie 21. Neben f√ľr das Syndrom als typisch geltenden k√∂rperlichen Merkmalen sind in der Regel die kognitiven F√§higkeiten des betroffenen Menschen beeintr√§chtigt, so dass es zu einer geistigen Behinderung kommen kann.
Durchgangssyndrom
vor√ľbergehende psychische St√∂rungen (z.B. fehlende Orientierung) nach einer Hirnsch√§digung
Dysarthrie
Störung der Aussprache in Folge einer Schädigung der an der Sprechmotorik beteiligten Strukturen
Dysarthrophonie
Verwaschene, undeutliche Sprechweise und Störungen der Stimme sowie der Atmung, meistens verbunden mit anderen Körperbehinderungen aufgrund hirnorganischer Fehlfunktionen
Dysfunktion
unangemessen oder nicht richtig arbeitend
Dyslalie
Störung der Aussprache, die vor allem im Kindesalter in Folge einer Störung des Lauterwerbs oder -gebrauchs auftritt
Dysphagie
Schluckst√∂rung Schluckst√∂rungen bedeuten erhebliche Beeintr√§chtigunen des Wohlbefindens. Sie k√∂nnen zu Aspiration und Mangelern√§hrung f√ľhren und bed√ľrfen immer einer Abkl√§rung
Dysphonie
Störung der Stimmbildung
Dysplasie
Fehlbildung, Fehlentwicklung
Dyspnoe
Jede Form der Atemnot bzw. Atemst√∂rung, subjektiv das qu√§lende Bewusstwerden, vermehrt Atemt√§tigkeit leisten zu m√ľssen (bei Lungenerkrankung, Herzschw√§che, Blutarmut u.a.). Davon zu unterscheiden ist die zentrale Atemdepression, die stark herabgesetzte Ansprechbarkeit des Atemzentrums auf Atemantriebe und deren Nicht-Bewusstwerdung z. B. durch Narkotika. Insofern ist bei Atemst√∂rung am Lebensende (auch bei Amyotropher Lateralskle¬≠rose = Muskell√§hmung mit Erstickungsgefahr) nicht die maschinelle Beatmung das Mittel der Wahl, sondern Narkotika und daneben Morphin, welches auch atemdepressiv wirkt


E
Echographie
siehe Ultraschallverfahren
Echokardiographie
Methode zur Pr√ľfung der Herzfunktion, Schallwellen erzeugen durch Reflexion an Gewebsgrenzen ein Bild vom Bau des Herzens
Eiweißreiche Nahrung
Als eiwei√üreich gelten Trink- und Sondennahrungen, die mindestens 20 Prozent der Energie in Form von Eiwei√ü enthalten. Enterale Ern√§hrung: Enterale Ern√§hrung ist eine Form der Ern√§hrungstherapie, bei der die N√§hrstoffaufnahme √ľber den Darm in Form von bilanzierten Di√§ten erfolgt. Enterale Ern√§hrung umfasst Trinknahrung und Sondenern√§hrung
Elektroenzephalographie
Methode zur Registrierung von Potentialschwankungen des Gehirns
Elektroenzephalographie (EEG)
Aufzeichnung der bei der Hirntätigkeit entstehenden elektrischen Vorgänge
Elektrokardiographie (EKG)
Aufzeichnung der bei der Herztätigkeit entstehenden elektrischen Vorgänge
Elektromyographie
Verfahren die Aktionsströme der Muskeln zu diagnostischen Zwecken graphisch darzustellen
Elektroneurographie
Verfahren zur Aufzeichnung der Aktionsströme von Nerven
Enzephalitis
Entz√ľndung des Gehirns
Epithese
aus Kunststoff individuell modelierte Ersatzteile f√ľr defekte K√∂rperteile, insbes. im Gesicht, zum anlegen oder aufkleben
Ergometrie
Messung der körperlichen Ausdauerleistung
Ergotherapie
Therapie von Bewegungsstörungen (besonders der Arme und der Hände), Störungen der Mundmotorik, ferner der Wahrnehmung und geistiger Fähigkeiten; Förderung der Selbstständigkeit im Alltag
Ern√§hrung, k√ľnstliche
Erfolgt mittels Infusion (Einflie√üenlassen einer N√§hrl√∂sung in die Vene), mittels Mund- oder Nasensonde (weicher Gummischlauch) oder heute meist durch eine sogenannte PEG-Magensonde (d√ľnner Schlauch durch die Bauchdecke direkt in den Magen). Die PEG-Sonde setzt einen Eingriff voraus und eignet sich zur k√ľnstlichen Ern√§hrung des Kindes auch √ľber eine Zeitdauer von Jahren
Ernährungspumpe
Gerät, das eine dosierte Sondennahrung bei einer Magensonde direkt in den Magen ermöglicht
Erstausstattung
Zusammenstellung der wichtigsten Hilfsmittel f√ľr die Erstversorgung von laryngektomierten und tracheotomierten Patienten; die Versorgung mit einem Erstausstattungs-Set erfolgt √ľberwiegend vor der Entlassung aus dem Krankenhaus
Erythrozyt
rotes Blutkörperchen, Träger von Sauerstoff und Kohlendioxid
Essenzielle Nährstoffe
sind lebensnotwendige N√§hrstoffe, die der menschliche Organismus nicht selbst herstellen kann, wie z.B. Vitamine, Mineralstoffe, bestimmte Fetts√§uren oder bestimmte Aminos√§uren. Um Mangelerscheinungen zu vermeiden, m√ľssen sie regelm√§√üig mit der Nahrung in bedarfsgerechten Mengen aufgenommen werden
Extremitäten
Gliedmassen; Obere Ex.: Arme; untere Ex.: Beine
Exzision
Herausschneiden von Gewebe


F
Fango
heilkräftiger Mineralschlamm aus heißen Quellen
fazio-orale Therapie
Therapie im Bereich von Gesicht und Mundhöhle, siehe auch 'orofaziale Regulationstherapie'
fibro-
das Bindegewebe betreffend (z.B. Fibrom: Bindegewebsgeschwulst)
Fistel
r√∂hrenf√∂rmiger Gang, der von einem Hohlorgan oder einem (evtl. krankhaft bedingten) Hohlraum ausgeht und an der K√∂rperoberfl√§che ausm√ľndet oder nur im K√∂rperinneren verl√§uft
Fontanelle
Knochenl√ľcke am kindlichen Sch√§del
Fraktur
Bruch, Knochen / Zahn
Fr√ľhf√∂rderung
Die Fr√ľhf√∂rderung unterst√ľtzt ein Kind mit Behinderung durch medizinische, p√§dagogische, psychologische oder soziale Ma√ünahmen, so dass es die ihm m√∂gliche Entwicklung auch tun kann. Die Familienmitglieder sind in der Regel seine wichtigsten Bezugspersonen. Ihre gemeinsame Lebensgestaltung ist daher von gr√∂√üter Bedeutung f√ľr die Entwicklung des Kindes. Fr√ľhf√∂rderung unterst√ľtzt sie durch gezielte Hilfen
Fundus oculi
Augenhintergrund


G
Gammaglobulin
Eiwei√üfraktion des Blutes, die Antik√∂rper enthalten und den K√∂rper vor bestimmten Mikroorganismen (z.B. Viren) sch√ľtzen
gastrointestinal
Magen und Darm betreffend
Gastrotube
Ein Gastrotube ist eine perkutane Austauschsonde, die eine PEG-Sonde ersetzen kann. Er zeichnet sich durch eine einfache Reinigung und Pflege aus. Die Platzierung erfolgt von au√üen durch ein bereits vorhandenes Magenstoma. Durch einen inneren R√ľckhalteballon und eine √§u√üere Halteplatte wird der Gastrotube anwenderfreundlich fixiert
Gehirnschädigung, schwere
Unf√§higkeit zu bewusstem Denken, zum Gewinnen von Ein¬≠sichten, i.d.R. zu gezielten Bewegungen. Als Sch√§del-Hirn-Trauma bezeichnet man im umfassenden Sinn Kopfverletzungen mit Gehirnbeteiligung. Die Schwere kann von einfacher Sch√§delprellung bis hin zu gef√ľrchteter Bewusstlosigkeit erst nach symptom¬≠freiem Intervall reichen. Die Rehabilitation erfordert eine langfristige Behandlung in entsprechenden Einrich¬≠tungen
Gerinnungsstatus
Untersuchungen, die einen √úberblick √ľber den Zustand der Blutgerinnung geben
Gesundheitsförderung
Massnahmen mit dem Ziel einer positiven Gesundheitsentwicklung
Granulozyt
weißes Blutkörperchen (Leukozyt), dessen Zytoplasma (Masse um den Zellkern) Körnchen (Granula) aufweist
Grenzstrang ( Truncus sympathicus)
Nervengewebe neben der Wirbelsäule
Guanin
eine Purinbase, Baustoff der Desoxyribonukleinsäure
gutartiger Tumor
konzentriertes Wachstum von Zellen, das sich im Gegensatz zum bösartigen Tumor nicht auf andere Teile des Körpers ausdehnt


H
Halsmaske
Kunststoffmaske, die auf das Tracheostoma gehalten wird und somit eine gezielte und konzentrierte Zuf√ľhrung von Atemluft erm√∂glicht, z.B. im Rahmen einer Notfall-Beatmung
Heimbeatmung
Bei der Heimbeatmung werden Kinder, deren Eigenatmung durch zeitweise oder bleibende St√∂rungen so stark reduziert ist, dass nur eine maschinelle Beatmung einen ausreichenden Gasaustausch garantieren kann, zuhause mit speziellen Ger√§ten beatmet. Hierbei kommen sehr moderne, handliche und benutzerfreundliche Beatmungsger√§te zum Einsatz. Die Beatmung erfolgt entweder √ľber eine Beatmungsmaske oder √ľber einen Tubus im Tracheostoma
Hemiplegie
Halbseitenlähmung Vollständige Lähmung einer Körperseite
Herddosis (HD)
Strahlenmenge am Krankheitsherd
Hilfsmittel
sind Medizinprodukte, die dazu dienen, eine Krankheit oder Behinderung auszugleichen
Hippotherapie
Die Hippotherapie ist als Form des Therapeutischen Reitens eine Ergänzung zur Physiotherapie, bei der speziell ausgebildete Pferde eingesetzt werden
Hirnstamm
Ort lebenswichtiger Zentren im Gehirn
Histologie
Lehre der Körpergewebe
HLM
Herz-Lungen-Maschine, Die Herz-Lungen-Maschine ist ein medizintechnisches Ger√§t, das die Pumpfunktion des Herzens sowie die Lungenfunktion f√ľr einen beschr√§nkten Zeitraum ersetzen kann. Die h√§ufigste Anwendung findet die Herz-Lungen-Maschine in der Herzchirurgie
hochkalorische Nahrung
Trink- und Sondennahrung mit einem Energiegehalt von mindestens 1,2 kcal pro ml
hochmolekulare Nahrung
Trink- und Sondennahrung, deren Eiwei√üfraktion aus Proteingemischen und deren Fettfraktion mehrheitlich aus LCT-Fetten besteht. (fr√ľher auch als n√§hrstoffdefinierte Di√§t oder Astronautenkost bezeichnet)
Hormone
körpereigene Stoffe, die gewisse Körpervorgänge steuern
HTx
Herztransplantation
Hygiene
Die Lehre von der Verh√ľtung von Infektionskrankheiten und der diesbez√ľglichen Erhaltung und Festigkeit der Gesundheit (Sauberkeit)
hyperkinetisches Syndrom
Störung der Aufmerksamkeit und der Verhaltenskontrolle mit deutlich erhöhtem Bewegungsdrang
Hypertonie
Eine deutliche Erhöhung des altersgemässen Blutdruckes, oder auch eine erhöhte Muskelspannung, z.B. bei einer Spastik
Hypoglykämie
Verminderter Blutzuckergehalt
Hypopharynx
der untere Schlundbereich
Hypophyse
Hirnanhangsdr√ľse
Hypotonie
Das ist eine herabgesetzte Muskelspannung
Hypoxie
Verminderung des Sauerstoffgehalts im arteriellen Blut
Hämatologe
Arzt, der sich auf die Behandlung der Blutkrankheiten spezialisiert hat
Hämatologie
Lehre von den Bluterkrankungen
Hämoglobin (Hb)
Eiweißkörper, der Sauerstoff und Kohlendioxid im Erythrozyten bindet
Hämorrhagie
Blutung, die entweder durch Verletzung der Blutgefäße auftritt oder durch einen Mangel an Thrombozyten


I
Ikterus
Gelbsucht
Ileus
Unter Ileus oder Darmverschluss versteht man eine Unterbrechung der Darmpassage. Ein Ileus ist lebensbedrohlich und erfordert im Allgmeinen eine sofortige Krankenhauseinweisung. Er stellt eine abolute Kontraindikation f√ľr die enterale Ern√§hrung dar
Immunglobuline
Antikörper, die mittels einer Blutwäsche von gesunden Spendern gewonnen werden, die eine Abwehrfunktion besitzen
Immunität
spezifische Unempfindlichkeit gegen√ľber Infektionen
Immunologie
Lehre und Wissenschaft des körpereigenen Abwehrsystems
Immunsystem
das körpereigene Abwehrsystem gegen Krankheiten, welches aus bestimmten weißen Blutkörperchen und Antikörpern besteht
Immuntherapie
Behandlung zur Stärkung der körpereigenen Abwehr
Indikation
zwingender Grund zur Anwendung eines bestimmten Heilverfahrens in einem bestimmten Krankheitsfall
Induktionstherapie, Induktions-
Form der Behandlung, mit der eine Remission erzielt werden soll
Infantile Zerebralparese
kindliche Bewegungsstörung in Folge einer Hirnschädigung vor der Geburt oder um die Geburt herum
Infektion
durch Keime verursachte Erkrankung
Infektionskrankheit
Ansteckende Krankheit, hervorgerufen durch einen Krankheitserreger (Bakterien, Viren) Infektionskrankheiten zeigen ein breites Spektrum von zeitlichen Verläufen und Symptomen
Infektionswege
Das aktive und passive Eindringen von Viren/Bakterien in den menschlichen Organismus
infektiös
ansteckend
infizieren
anstecken
Infusionspumpe
Reguliert das langsame, meist tropfenweise Einfliessen gr√∂sserer Fl√ľssigkeitsmengen in den K√∂rper unter umgehen des Magen-Darm-Traktes
Infusionsständer
fahrbare Halterung f√ľr Infusionsflaschen und N√§hrsondenbeutel
Infusionssystem
Infusionssystem oder Infusionsbesteck, dient als Verbindung zwischen dem Infusionsbehälter und einem arteriellen oder venösen Zugang
Inhalieren
Einatmen von Substanzen(z.B. Inhalatoren Saluta¬ģ Standard, Saluta¬ģ Picolette)
Inkontinenz
Unverm√∂gen, Harn oder Stuhl willk√ľrlich im K√∂rper zur√ľckzuhalten
Inkubationszeit
Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch einer ansteckenden Erkrankung
Innenlumen
Bezeichnung f√ľr den Innendurchmesser einer Sonde. Das Innenlumen stellt einen wichtigen Parameter f√ľr die Durchflussm√∂glichkeit der Nahrung durch die Sonde dar. Je gr√∂√üer das Innenlumen desto besser der Durchfluss der Nahrung. Durch unterschiedliche Sondenmaterialien kann es durchaus sein, dass das Innenlumen trotz gleicher Charri√®re-Gr√∂√üe (Au√üendurchmesser) unterschiedlich ist. So ben√∂tigen weiche Sondenmaterialien f√ľr Stabilit√§t eine dickere Wandst√§rke, wodurch sich das Innenlumen verringert
Insuffizienz
ungen√ľgende Leistung, Schw√§che
Insulin
Hormon, das den Blutzuckergehalt steuert
Intensivmedizin
apparative und fachpersonelle Voraussetzungen zur √úberwachung und Therapie im akuten Notfall, bei Operatio¬≠nen, auch bei chronischer Abh√§n¬≠gigkeit von maschineller Lebensverl√§ngerung (z. B. von k√ľnstlicher Beatmung und Dialyse)
Intensivpflege
Die Intensivpflege ist ein Teilbereich der Krankenpflege. Intensivpflege wird √ľberall da ben√∂tigt, wo oft mit Hilfe vieler technischer Ger√§te, K√∂rperfunktionen der Kinder intensiv √ľberwacht und/oder unterst√ľtzt werden m√ľssen. Diese Form der Pflege ist nicht an eine Klinik gebunden. Auch f√ľr die h√§usliche Pflege, z.B. bei Heimbeatmung kommt die Intensivpflege zum Einsatz
Intralumbale Injektion
Medikament oder Kontrastmittel wird anl√§sslich einer Lumbalpunktion (lumbal = in H√∂he der Lenden) in den Wirbelkanal (in den mit Fl√ľssigkeit gef√ľllten Sack, der das R√ľckenmark umgibt) gespritzt
Intramuskuläre Injektion
Einf√ľhrung einer Substanz in den Muskel mittels Spritze und hohler Nadel
Intrathekal (i.th.)
Applikation eines Medikamentes in die R√ľckenmarksfl√ľssigkeit
intravenös (i.v.)
Injektion erfolgt in die Vene
Intubation
Einf√ľhrung eines Tubus (Hohlsonde, Schlauch etc.) in eine nat√ľrliche K√∂rperh√∂hle
IPAH
idiopatische pulmonal-arterielle Hypertonie, siehe PPH


J

K
Kachexie
Auszehrung, Kräfteverfall
Kan√ľlenreinigungsb√ľsten
Spezialb√ľrsten zur Reinigung von Trachealkan√ľlen(z.B. Optibrush Kan√ľlenreinigungsb√ľrste)
Kapillär
Kleinste Blutgefässe, Haargefässe
kardio-
das Herz betreffend
Kardiologie
Lehre von der Entstehung und Behandlung von Herzkrankheiten
Karotisangiographie
Kontrastmitteldarstellung der Halsschlagader (Arteria carotis)
karzinogen (kanzerogen)
krebserregend
Karzinom (Carcinoma, Ca.)
Krebs, Krebsgeschwulst, bösartige Geschwulst mit zerstörendem Wachstum
Katecholamine
Hormone des Nebennierenmarks und deren Abbauprodukte, die im Harn ausgeschieden werden und deren Menge in einem √ľber 24 Stunden gesammelten Harn chemisch bestimmt werden kann
Katheter
ein f√ľr Fl√ľssigkeit durch g√§ngiger Schlauch aus Gummi oder Plastik, der in ein Gef√§ss eingetaucht wird
kaudal
unten
Kavographie
Kontrastmitteldar stellung der unteren Hohlvene (Vena cava)
Kernspinntomogramm (MRT) (NMR)
eine strahlenfreie, sehr genaue Untersuchungsmethode, bei der k√∂rpereigene Stoffe durch starke Magnetfelder angeregt werden und die Molek√ľlbewegungen √ľber Computer gemessen und sichtbar gemacht werden k√∂nnen
Kernspintomographie
Verfahren um Weichteilstrukturen auf dem Bildschirm dazustellen
Kinästhetik
Lehre von der Bewegungswahrnehmung
Knochenmark
innerhalb des Knochens (in der Markhöhle) gelegenes Gewebe, in dem Blutkörperchen gebildet werden
Kognition
allgemeine Bezeichnung f√ľr den Komplex von Wahrnehmung, Erkennen, Erinnern, Denken und sinnvollem Handeln
Kollektivhaushalt
Institutionalisiertes Zusammenleben; Zu den Kollektivhaushalten zählen: Alters- und Pflegeheime, Strafanstalten, Internatsschulen, Klöster, Pensionen
Koma
Zustand tiefster, durch √§u√üere Reize nicht zu unterbrechende Bewusstlosigkeit mit sehr verschiedenen Ursachen (wie Stoffwechselentgleisung bei Diabetes, schwere Nieren- und Lebererkrankung, hirnorganische Verletzung und Blutung). Bei medizinischer Behandlung ist Lebensgefahr und Aussicht, wieder zu erwachen sehr differenziert zu betrachten. Die Patien¬≠ten sind bettl√§gerig und m√ľssen k√ľnstlich mit Nahrung und Fl√ľssigkeit versorgt werden
Kompressionsstrumpf
Nach einer Thrombose entsteht in den Venen im Kn√∂chelbereich ein dauerhaft erh√∂hter Druck, der √ľber die gest√∂rten Venen bis in die kleinsten Hautgef√§√üe fortgeleitet wird. Gegen diesen Druck muss von au√üen ein Gegendruck aufgebaut werden. Dazu dient der Kompressionsstrumpf
Kontamination
Verunreinigung eines Systems durch unerw√ľnschte oder sch√§dliche Stoffe, z.B. durch Krankheitskeime
Kontraktur
Versteifung eines Gelenkes durch Verk√ľrzung von bestimmten Muskeln oder Muskelgruppen, Sehnen und der Gelenkskapsel
kranial
oben
Kreuzprobe
ein Labortest, der vor jeder Bluttransfusion gemacht werden muss, um festzustellen, ob sich das Empfängerblut mit dem Spenderblut verträgt
KTQ
Kooperation f√ľr Qualit√§t und Transparenz im Gesundheitswesen, KTQ ist ein anerkanntes, von Krankenh√§usern mitentwickeltes √úberpr√ľfungsverfahren f√ľr Krankenh√§user. Hier wird von externen Pr√ľfern ein Qualit√§tsstandard erhoben. Mit der Zerti?zierung wurde dem DHZB ein hoher Qualit√§tsstandard bescheinigt; www.ktq.de
K√ľnstliche Ern√§hrung
Unter k√ľnstlicher Ern√§hrung versteht man die Ern√§hrung eines Kindes, das nichts essen kann, darf oder will, unter Einsatz von medizinischen Hilfsmitteln. Enterale Ern√§hrung bedeutet die Zufuhr von speziellen N√§hrstoffl√∂sungen mittels einer Sonde. Diese Form der Ern√§hrung ist heute auch zuhause problemlos m√∂glich


L
Laparotomie
chirurgische √Ėffnung der Bauchh√∂hle
Laryngektomie
Entfernung des Kehlkopfes
Laryngoskopie
Untersuchung des Kehlkopfes mit einem Laryngoskop (Kehlkopfspiegel)
Larynx
Kehlkopf
Leukopenie
Verminderung der Leukozytenzahl
Leukozyt
weißes Blutkörperchen
Leukozytose
Vermehrung der weißen Blutkörperchen
Leukämie
bösartige Erkrankung der weißen Blutkörperchen
lipo-
Fett(z.B. Lipom: Fettgewebsgeschwulst)
Liquor
Fl√ľssigkeit, die im Hohlraumsystemdes Gehirns (Ventrikel) gebildet wird, das Ventrikelsystem ausf√ľllt und Hirn und R√ľckenmark umgibt
Logopädie
Medizinisch-therapeutische Fachdisziplin, die den durch eine Sprach-, Sprech-, Stimm-, Schluck- oder Hörbeeinträchtigung in seiner zwischenmenschlichen Kommunikationsfähigkeit eingeschränkten Menschen zum Gegenstand hat. Die Logopädie beschäftigt sich in Theorie und Praxis mit Prävention, Beratung, Diagnostik, Therapie und Rehabilitation, Lehre und Forschung auf den Gebieten der Stimme, Stimmstörungen und Stimmtherapie, des Sprechens, Sprechstörung und Sprechtherapie, der Sprache, Sprachstörung und Sprachtherapie sowie des Schluckens, Schluckstörung und Schlucktherapie.
Lokalbehandlung
örtliche Behandlung (Lokaltherapie), z.B. Operation oder Bestrahlung; im Gegensatz zur Systemtherapie wird nur der Ort (Locus) behandelt, der erkrankt ist
lumbal
in der Höhe der Lendenwirbelsäule
Lumbalpunktion
Einstich zwischen 3. und 4. oder 4. und 5. Lendenwirbel-Dornfortsatz in den Wirbelkanal (Spinalkanal, R√ľckenmarkskanal), um Fl√ľssigkeit zu gewinnen und Medikamente oder Kontrastmittel in den Liquorraum zu spritzen
Lungenstil (Hilus)
Ein- und Austrittsstelle von Blut- und Lymphgefäßen in die Lunge, die normalerweise bds. des Herzens sichtbar sind und wo sich Lymphknotenvergrößerungen ausbilden können
Lymphangiographie
eine Röntgenuntersuchung des Lymphsystems
lymphatisches System
Gef√§√üsystem, durch das die Lymphfl√ľssigkeit flie√üt und die lymphoiden Organe, wie Lymphknoten, Milz und Thymus verbindet, die die Infektionsabwehrzellen enthalten
Lymphdrainage
Massagetechnik, bei der krankhaft gestaute Lymphgefäße ausgestrichen werden
Lymphe (Lymphfl√ľssigkeit)
eine fast farblose Fl√ľssigkeit, die bestimmte Zellen enth√§lt und die sich in den lymphatischen Gef√§√üen des K√∂rpers befindet
Lymphknoten
sind in den Lymphgef√§√üen verstreut und dienen als Filter f√ľr Bakterien oder Krebszellen, die sich im Lymphsystem befinden k√∂nnen
Lymphogranulomatose
bösartige Lymphknotenerkrankung, die auch Morbus Hodgkin heißt (Morbus = Krankheit, Hodgkin = Eigenname)
Lymphom
Lymphknotentumor (entweder b√∂sartige Geschwulst oder entz√ľndliche Wucherung)
Lymphozyten
Die Leukozyten (wei√üe Blutk√∂rperchen) lassen sich grob in Granulozyten (s. dort) und Lymphozyten unterteilen. Die Lymphozyten sind ein sehr wichtiger Bestandteil unseres Immunsystems. Sie unterscheiden zwischen "eigen" und "fremd" und bek√§mpfen "fremdes" Gewebe oder "fremde" Zellen, d.h. sie sto√üen das, was sie als "fremd" erkennen, ab. Sie sind in der Lage, Viren nicht nur zu bek√§mpfen, sondern sich die Viren, mit denen sie Kontakt hatten, zu merken und Antik√∂rper dagegen zu bilden und den Menschen so dauerhaft vor dem Virus zu sch√ľtzen. Man unterscheidet T-Lymphozyten (T-Zellen), B Lymphozyten (B-Zellen) und NK-Zellen (nat√ľrliche Killerzellen). Die T-Lymphozyten spielen eine wichtige Rolle bei der Abwehr von Virusinfektionen und in der allogenen Stammzelltransplantation (Absto√üung, Graft versus Host Erkrankung, Schutz vor Leuk√§mieR√ľckfall), die B-Lymphozyten sind f√ľr die Bildung von Antik√∂rpern zust√§ndig
Längenmesser
Der L√§ngenmesser ist ein Hilfsmittel zur Messung der Stomal√§nge bzw. Bauchwanddicke. Die Stomal√§nge ist eine wichtige Kenngr√∂√üe zur Auswahl eines geeigneten Buttons, da die L√§nge des Ern√§hrungsstegs auf die Bauchwanddicke des Patienten abgestimmt werden muss. Durch verschiedene Buttongr√∂√üen von 1 bis 4,5 cm Stegl√§nge kann individuell f√ľr jeden Patienten die richtige Auswahl erfolgen


M
Magensonde
Eine Magensonde ist eine Ern√§hrungssonde, deren Ende im Magen lokalisiert ist. In Abh√§ngigkeit von der Dauer der Ern√§hrungstherapie kann eine Magensonde entweder transnasal (d.h. durch Nase und Speiser√∂hre; f√ľr eine kurz- bis mittelfristige Ern√§hrungstherapie 4 Wochen) oder perkutan (d.h. durch die Bauchdecke; f√ľr eine l√§ngerfristige Therapie 4 Wochen) platziert werden
Magnetresonanz-Tomographie
Körperschichtaufnahmen zur Darstellung des Weichteilgewebes mittels Magnetresonanzmessungen
Malabsorption
Bei einer Malabsorption ist die Aufnahme der N√§hrstoffe durch die Darmwand beeintr√§chtigt. Dies kann z.B. bei entz√ľndlichen Darmerkrankungen oder nach Darmoperationen der Fall sein
Malassimilation
Unter Malassimilation versteht man eine beeintr√§chtigte Ausnutzung der Nahrung aufgrund unterschiedlichster St√∂rungen im Verdauungstrakt. Es handelt sich dabei um einen Oberbegriff f√ľr Maldigestion und Malabsorption
Maldigestion
Bei einer Maldigestion ist die (enzymatische) Aufspaltung der Nahrung im Magen-Darm-Trakt beeintr√§chtigt. Dies kann z.B. durch Erkrankungen des Magens (Magenresektion), der Bauchspeicheldr√ľse, der Leber bzw. der Gallenwege oder auch durch angeborene Enzymdefekte (z.B. Laktoseintoleranz) bedingt sein
maligne
bösartige, gefährliche
Malignom
bösartige Geschwulst
Malnutrition
Mangel- oder Fehlernährung
Mandrin
Ein Mandrin ist ein meist aus geflochtenem Stahlmaterial gefertigtes Hilfsmittel zur Erstplatzierung einer Sonde. Er dient zur inneren Versteifung einer Sonde und sollte insbesondere bei kleinen Sondendurchmessern (CH 5 - CH12) sowie flexiblen Sondenmaterialien (z.B. Silikon) verwendet werden. Vor dem Legen einer Sonde wird der Mandrin in die Sonde eingef√ľhrt, nach der Platzierung l√§sst er sich aufgrund seiner Gleitmittelbeschichtung leicht wieder entfernen
Mediastinoskopie
Methode, das Mediastinum zu untersuchen und von dort auch ein St√ľck Gewebe zu histologischen Untersuchungen zu entnehmen, ohne den Brustkorb zu er√∂ffnen (Einschnitt oberhalb des Brustbeines, Einf√ľhren eines d√ľnnen Rohres mit einem Spiegel und Beleuchtung zum Betrachten des Mediastinums)
Mediastinum
mittlerer Teil der Brusthöhle, in dem zahlreiche Organe (Herz, Thymus, große Gefäße, Lymphknoten, Speiseröhre, usw.) liegen. Im Thoraxröntgen entspricht das Mediastinum dem Mittelschatten
Medizinprodukte-Gesetz
(MPG) zweck ist es den Verkehr mit Medizin-produkten zu regeln und dadurch f√ľr die Sicherheit, Eignung und Leistung der Medizinprodukte sowie die Gesundheit und den erforderlichen Schutz der Patienten, Anwender und Dritter zu sorgen
Mehrfachbehinderung
Ein Mensch kann eine Behinderung haben, zu der eine oder mehrere andere Behinderungen hinzukommen. Bei der Cerebralen Bewegungsstörung ist dies häufig der Fall. Beispiel: Körperbehinderung und Sehbehinderung und/oder mentale Behinderung. Verschiedene Behinderungen können sich in ihren Auswirkungen wechselseitig verstärken
Meningen
Hirnh√§ute bzw. R√ľckenmarksh√§ute (H√§ute, die das Hirn und das R√ľckenmark umgeben)
Meningitis
Entz√ľndung der Hirnh√§ute
Metastase
Fernabsiedelung oder Tochtergeschwulst eines bösartigen Tumors
Mikroorganismen
Mikroskopisch kleine Organismen mit eigenem Stoffwechsel (Keime usw.)
Mitose
Zellteilung
Mobilisation
Aktive oder passive körperliche Bewegungen zur Prävention oder als Therapie
Mobilisationskonzept
Planung der körperlichen Aktivierung mit definiertem Ziel
Monozyten
ein Typ der weißen Blutkörperchen, der Bakterien zerstören kann
Morbidität
Krankheitsziffer, Krankheitshäufigkeit
Morbus Parkinson
Langsam fortschreitende neurologische Erkrankung des Zentralnervensystems (Zitter-, Sch√ľttell√§hmung)
Mortalität
Todeshäufigkeit
MRT
Magnetresonanztomographie, Mit der Magnetresonanztomographie werden zu diagnostischen Zwecken innere Organe und Gewebe mit Hilfe von Magnetfeldern und Radiowellen dargestellt
Multiple Sklerose
chronisch-entz√ľndliche Erkrankung des Zentralnervensystems mit herdf√∂rmigem Markscheidenverlust von Nervenfasers und unterschiedlichen Funktionsst√∂rungen des Nervensystems
Muskeldystrophie
angeborene Erkrankung der Muskelfasern mit fortschreitendem Muskelschwund und -schwäche Muskeltonus, Spannungszustand des Muskels


N
Narkotika
Bet√§ubende Medikamente, die geeignet sind, eine Narkose herbeizuf√ľhren (=umfassende aber r√ľckf√ľhrbare L√§hmung des Zentralnervensystems mit weitest¬≠gehender Ausschaltung von Bewusstsein, Schmerzempfinden, Reflexen, jedoch bei erhaltener Funk¬≠tionsf√§higkeit lebenswichtiger Zentren). Narkotika sind von Schlaf¬≠mitteln und Sedativa (=d√§mpfende Beruhigungsmittel) nicht scharf abzugrenzen
Neglect
halbseitige Vernachlässigung des eigenen Körpers oder der Umgebung bzgl. einer oder mehrerer Sinnesqualitäten
Nekrose
Zelltod, Absterben von Geweben, Organen und Organteilen
Neoplasma
Neubildung, im allgemeinen im Sinne von Geschwulst oder Tumor gebraucht
neuro-
das Nervensystem betreffend, z.B. Neurologie = Lehre von den Nervenkrankheiten
Neurochirurgie
Teilgebiet der Medizin, das sich mit der operativen Behandlung von Erkrankungen des Nervensystems beschäftigt
Neurologe
Facharzt f√ľr Nervenkrankheiten
Neurologie
Fachgebiet der Medizin, das sich mit der Entstehung und Behandlung der Erkrankungen des Nervensystems und der Muskulatur befasst
Neuropathologe
Pathologe, der auf die histologische Beurteilung des Gewebes des zentralen Nervensystems spezialisiert ist (beurteilt z.B. feingewebliche Struktur eines Hirntumors)
Neuropsychologie
Teilgebiet der Psychologie, das sich mit der Diagnose und Behandlung von durch eine Hirnschädigung erworbenen Störungen der Wahrnehmung, der Aufmerksamkeit, des Gedächtnisses, des Denkens und des sinnvollen Handelns beschäftigt
Neutrophile
ein Typ der weißen Blutkörperchen, der eine besondere Rolle in der Abwehr von Fremdkörpern, Bakterien, Viren und Pilzen spielt
Nosokomiale Infekte
Infekte durch Mikroorganismen des Spitals


O
√Ėdem
durch Fl√ľssigkeitsansammlung im Gewebe bedingte Schwellung
Oesophagus
Speiseröhre; ca. 30 cm langer Verbindsungsabschnitt zwischen Kehlkopf und Mageneingang
Onkologe
Arzt, der sich auf die Behandlung bösartiger Tumoren spezialisiert hat (Oncos = Anschwellung, Logos = Wort)
Onkologie
Lehre von der Entstehung und Behandlung von Tumoren und tumorartigen Erkrankungen
Optikus
Sehnerv
oral
den Mund betreffend (z.B. orale Medikation = durch den Mund einzunehmende Medikamente)
orofaziale Regulationstherapie
Unter orofazialen Fehlfunktionen werden sensorische und motorische Auff√§lligkeiten im Mund- und Gesichtsbereich verstanden, also offener Mund, Zungenvorlage, Mundatmung, Saug- und Schluckst√∂rungen, Trink- und Kaust√∂rungen, √ľberm√§√üiger Speichelfluss, Zahnstellungs- und Bisslageabweichungen, √úber-/Unterempfindlichkeiten, sowie Bewegungsst√∂rungen beim Schlucken und Sprechen.
Orthopädie
Das ist die Lehre von Fehlbildungen und Erkrankungen der Bewegungsorgane. Es gibt operative und nichtoperative Maßnahmen (z.B. Schienenbehandlungen, Korsette). Diese Eingriffe und Maßnahmen ändern nichts an der Bewegungsstörung an sich, aber sie helfen, die so genannten statomotorischen Voraussetzungen zu verbessern
Osmolarität
Teilchenanzahl osmotisch aktiver Substanzen (z.B. Salz, Zucker, Proteine) pro Liter L√∂sung (mosmol/ l). Die Osmolarit√§t stellt eine wichtige Gr√∂√üe bei der praktischen Anwendung der enteralen Ern√§hrung dar. Ihre Deklaration ist gesetzlich vorgeschrieben. K√∂rperfl√ľssigkeiten weisen normalerweise eine Osmolarit√§t von 280-320 mosmol/ l auf. Da Wasser aus Regionen niedriger Osmolarit√§t in Regionen h√∂herer Osmolarit√§t diffundiert, f√ľhren deutlich h√∂here Osmolarit√§ten im Darm zu Durchf√§llen. Gro√üe Osmolarit√§tsunterschiede zwischen K√∂rperfl√ľssigkeiten und Darminhalt sollen deshalb bei der enteralen Ern√§hrung vermieden werden. Dies l√§sst sich durch die Verwendung entsprechender N√§hrl√∂sungen und langsame Verabreichung erreichen
osteo-
den Knochen betreffend
Oxymeter
Ger√§t zur Messung des Sauerstoffgehaltes in Fl√ľssigkeiten, insbesondere im Blut


P
palliativ
lindernd (z.B. Palliativoperation = lindernde Operation zur Beseitigung bestimmter Symptome ohne Beseitigung der Grundkrankheit)
Palliativmedizin
Ganzheitlich-interdisziplinäres medizinisches Behandlungskonzept. Alle an­gezeigten Maßnahmen zur Linderung von psychischen und körperlichen Symptomen, Schmerzen und Bescherden bei unheilbar Kranken. Palliative Medizin zielt auf Remission und auf Lebensqualität bis zum Schluss, und wirkt dadurch i.d.R. eher lebensverlängernd, wenngleich auf technische Hochleistungsmedizin grundsätzlich verzichtet wird. Ob Eingriffe, Tumorbestrahlungen oder auch Operationen bei schwerer Krankheit lebensverlängernd oder nur noch lindernd wirken, ist nicht immer klar abzugrenzen
palpabel
tastbar
Pankreas
Bauchspeicheldr√ľse
Pankreatitis
Eine Pankreatitis ist eine Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse (Pankreas), die akut oder chronisch verlaufen kann. Im Laufe dieser Erkrankung kommt es aufgrund einer beeintr√§chtigen Produktion von Verdauungsenzymen h√§ufig zu St√∂rungen der N√§hrstoffverwertung (Malassimilation)
parenterale Ernährung
Parenterale Ernährung ist eine Form der Ernährungstherapie, bei der Nährstoffe in gelöster Form direkt in die Blutbahn verabreicht werden. Im Gegensatz zur enteralen Ernährung erfolgt dieser Weg der Nährstoffapplikation unter Umgehung des gesamten Magen-Darm-Traktes
Parese/Plegie
Die Begriffe kommen aus dem griechischen und bedeuten Paresis/Erschlaffung; Plegie/Schlag
Pathologe
Arzt, der auf die histologische Beurteilung von krankhaftem Gewebe spezialisiert ist
Pathologie
Lehre von den Krankheiten; mikroskopische Untersuchungen von Gewebsmaterial, das f√ľr die Diagnosestellung von √§u√üerster Wichtigkeit ist
Pathophysiologie
Fachgebiet der Medizin, das sich mit der Erforschung von Ursachen, Entstehungsweisen und Verlaufsformen von Krankheiten und den dadurch hervorgerufenen Veränderungen und funktionellen Auswirkungen beschäftigt
Patientenanwalt
Bevollm√§chtigter im Sinne des Betreuungsgesetzes f√ľr medizinische und gesundheitliche Angelegenheiten gem√§√ü ¬ß¬ß 1896 (2) und 1904 BGB. Er hat keinesfalls Jurist zu sein, vielmehr handelt es sich i.d.R. um nahe Angeh√∂rige. (Nicht zu verwech¬≠seln mit Patientenrechtsanwalt!) Umfang der Vollmacht (z. B. auch √ľber Unterbringung und Aufenthaltsbestimmungsrecht) sind darzu¬≠legen. Auch, ob der Bevollm√§chtigte selbstt√§tig entscheiden und ‚Äědas letzte Wort‚Äú haben soll. Es k√∂nnen mehrere Personen bevollm√§chtigt werden, auch in Kombination mit einer Interessen¬≠organisation (oder ggf. diese alleine)
PEG
Die perkutane endoskopische Gastrostomie (abgek.: PEG; (gr. gaster = ‚ÄěMagen, Bauch" und gr.: stoma = ‚ÄěMund‚Äú, ‚Äě√Ėffnung‚Äú) ist ein endoskopisch angelegter direkter Zugang zum Magen, der die Bauchwand durchdringt und der bei Patienten mit Schluckst√∂rungen unterschiedlichster Ursache die k√ľnstliche Ern√§hrung √ľber lange Zeit erm√∂glicht.
PEG Sonde
Schlauchsystem,das die Ernährungspumpe mit dem Magen verbindet
PEJ
Perkutane endoskopisch kontrollierte Jejunostomie; Methode zur Sondenanlage, bei der die Sondenspitze in den D√ľnndarmabschnitt Jejunum (Leerdarm) liegt und das Sondenende √ľber die Bauchdecke gef√ľhrt wird. Es ist lediglich die Sondenaustrittsstelle am Bauch (Stoma) zu sehen
perinatal
um die Geburt herum
peripheres Blutbild
das aus der Peripherie, z.B. aus der Fingerbeere, gewonnene Blutbild imGegensatz zum Knochenmarkbild
Peritoneum
Bauchfell (peritoneal: zum Bauchfell gehörig)
perkutan
durch die Haut
Perzeptionsstörungen
Das sind Wahrnehmungsstörungen und sensorische Integrationsstörungen. Sie können bei Cerebralen Bewegungsstörungen in unterschiedlichem Schweregrad auftreten. Es gibt Störungen bei visuellen (Sehen), auditiven (Hören), taktilen (Tasten), kinästhetischen (Empfinden der Eigenbewegungen und des Gleichgewichtssinns), osmischen (Riechen) und gustatorischen (Schmecken) Wahrnehmungen
Pflegedokumentation
Dokumentationssystem, in welchem die Pflege in deren Prozessschritten dargestellt wird (Informationssammlung, Planung, Durchf√ľhrung und Resultat)
Pflegefehler
Fehlverhalten, M√§ngel bei der Ausf√ľhrung der Pflege und bei der Medikamentenverabreichung
Pflegemassnahmen
Alle Massnahmen der Pflege, die nötig sind, um die gesetzten Pflegeziele zu erreichen
Pflegeplanung
Ein schriftliches Festhalten der geplanten Pflege, ermöglicht eine systematische Arbeitsweise aller beteiligten Pflegekräfte
Pflegeprozess
Probleml√∂sungsprozess in der Pflege; bestehend aus mehreren Schritten: Informationssammlung, Problemformulierung, Zielfestlegung, Massnahmenplanung, Massnahmendurchf√ľhrung, Evaluation
Pflegestandard
Pflegerische Massnahmen, Handlungen sind beschrieben. Pflegestandards legen durch messbare Kriterien ein bestimmtes Qualitätsniveau der Pflege fest
Pflegeziele
Zeigen auf, was mit der Pflegemassnahme erreicht werden soll. Orientieren sich am Pflegeproblem und an den Bed√ľrfnissen der Person. M√ľssen realistisch, √ľberpr√ľfbar und erreichbar sein
Pharynx
Rachen
Phonation
Bildung des Primärtones im Kehlkopf (durch Respirationsluft u. Phonationsbewegung der Stimmbänder)
Physiologie
Lehre von den normalen Lebensvorgängen und menschlichen Körperfunktionen
Physiotherapie
(Krankengymnastik) Behandlung von Krankheiten mit nat√ľrlichen Mitteln (Wasser, W√§rme, K√§lte, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie), insbesondere Bewegungstherapie, z.B. nach Bobath oder Vojta
Plasma
fl√ľssiger Blutbestandteil
Pleura
Lungenfell; H√ľlle, die die Lunge umgibt (pleural: zum Lungenfell geh√∂rig)
Plexus
netzartige Verflechtung von Nerven oder auch Venen
Pneumonie
Lungenentz√ľndung
Polyneuropathie
nichtentz√ľndliche Erkrankung mehrerer peripherer Nerven mit Gef√ľhlsst√∂rungen und u.U. Muskelschw√§che
Polyradikulitis
entz√ľndliche Erkrankung der Nervenwurzeln und peripherer Nerven
Polytrauma
Verletzung von zwei oder mehreren Körperregionen oder Organsystemen
PPH
primäre pulmonale Hypertonie, Arterieller Lungenhochdruck, ohne Nachweis plausibler Auslöser, wird als primäre pulmonale Hypertonie, nach neuester Nomenklatur auch idiopatische pulmonal-arterielle Hypertonie (IPAH), bezeichnet
Prader-Willi-Syndrom
Erkrankung mit Minderwuchs, Adipositas, muskulärer Schwäche und häufig geistiger Behinderung
Probeexstirpation (PE)
chirurgische Entnahme von Gewebe, z.B. aus einem Tumor zur histologischen Untersuchung
Prognose
Vorhersage, Aussicht auf den Krankheitsverlauf, Chancen
Prophylaxe
Vorbeugung
Pränatale Diagnostik
Pränatale Diagnostik (vorgeburtliche Untersuchung) dient dazu, herauszufinden, ob ein Kind mit einer Behinderung geboren wird
Präparat
Gewebest√ľckchen, das f√ľr die histologische Untersuchung vorbereitet ist
Prävention
Vorkehrung und Verhinderung von Krankheiten und Unfällen und Förderung der Gesundheit
psychomotorisch
Zusammenhänge von Psyche und Bewegungen sowie Ausdrucksbewegungen betreffend
Psychopathologie
Lehre von den psychischen Erkrankungen
pulmonal
die Lunge betreffend
Punktion
Einstich
Pupille
Sehloch in der Mitte des Auges
Purin
als Purinbase (z.B. Guanin, Adenin) Baustein der DNS, aber auch von Harnsäure und pflanzlichen Stoffen wie z.B. Koffein
Pyelographie
Kontrastmitteldarstellung der Niere
Pädiatrie
Kinderheilkunde


Q
Qualitätsmanagement-System
zertifiziertes Qualitätssicherungssystem eines Unternehmens
Querschnittssyndrom
querschnittsartige Sch√§digung des R√ľckenmarks in einer bestimmten H√∂he mit mehr oder minder vollst√§ndigem Funktionsverlust unterhalb dieser H√∂he, Folge ist h√§ufig eine Querschnittsl√§hmung


R
Radiologe, Röntgenologe
Arzt, der unter anderem auf die Untersuchung mit Röntgenstrahlen spezialisiert ist
Radiologie
Lehre von den Strahlen und ihrer medizinischen Anwendung zu diagnostischen und therapeutischen Zwecken
Reanimation
Wiederbelebung bei Atem- und Herzstillstand. Maßnahmen, die geeignet sind, die Sauerstoffversorgung aufrechtzu­erhalten, z. B. durch Herz-Lungen-Reanimationsapparaturen. Ist die Wiederbelebung erst nach 5 - 10 Minuten erfolgreich ist, muss mit schwerer Gehirnschädigung durch den erlittenen Sauerstoffmangel gerechnet werden
Redon-Flasche
eine Kunststoffflasche mit Unterdruck zum Ableiten der Wundfl√ľssigkeit
Rehabilitation
ist die bestmögliche Wiederherstellung des Allgemeinbefindens nach einer Operation und die bestmögliche Wiederherstellung verlorener oder gestörter körperlicher wie seelischer Funktionen
Remission
Remission ist ein Zustand, in dem alle klinischen Zeichen der Erkrankung "zur√ľckgeschickt", also verschwunden und mit den √ľblichen Untersuchungsmethoden nicht mehr nachweisbar sind (remittere = zur√ľckschicken)
Remissionsinduktionsbehandlung
anfängliche Form der Behandlung, um eine Remission zu erzielen (zu induzieren)
renal
die Niere betreffend
Resektion
Entfernung von erkrankten Organteilen
Ressourcen der Klienten
Vorhandene Fähigkeiten, Kräfte und Möglichkeiten, die dem Patienten helfen, sein Leben und seine Krankheit zu bewältigen
Ressourcen des Umfeldes
F√§higkeiten, Kr√§fte, Hilfsmittel, welche Personen (Angeh√∂rige, Freunde Nachbarn, etc.) anbieten, um den Betroffenen in seinem Alltag zu unterst√ľtzen
rezidiv
das Wiederauftreten der Erkrankung nach einer beschwerde- und symptomfreien Zeit
Rheumatologie
Lehre von der Entstehung, Behandlung und Verh√ľtung rheumatischer Erkrankungen
rote Blutkörperchen
Blutzellen, die den Sauerstoff im Körper zu den verschiedenen Organen und Geweben transportieren
Röntgenstrahlen
elektromagnetische Wellen, zur Bildgebung des Körperinneren verwendet


S
Sarkom
bösartiger Tumor, der sich aus verschiedenen Gewebenentwickeln kann
Schnellschnitt
Methode der Pathologen, um möglichst schnell eine Aussage machen zu können, z.B. ob ein gutartiger oder ein bösartiger Tumor vorliegt
Schädel-Hirn-Trauma
Verletzung des Schädels und Gehirns
Selektive Angiographie
Kontrastmitteldarstellung eines ganz bestimmten ausgewählten (selektierten) Blutgefäßes
sensorisch
Sinnesreize und -empfindungen betreffend
Sepsis
Allgemeininfektion von Krankheitsherd in die Blutbahn, lebensgefährliche Blutver­gif­tung (durch Bakterien, Pilze)
Shunt
Als Shunt wird in der Medizin eine Kurzschlussverbindung mit Fl√ľssigkeits√ľbertritt zwischen normalerweise getrennten Gef√§√üen oder Hohlr√§umen bezeichnet. Dieser kann nat√ľrlich vorkommen (z. B. im Rahmen von Fehlbildungen) oder auch im Rahmen einer medizinischen Ma√ünahme k√ľnstlich angelegt werden.
Shuntventil
Stimmprothese; Ventil aus Silikon zur Stimmerzeugung
Silberkan√ľle
Trachealkan√ľle aus Sterlingsilber; h√§lt das Tracheostoma offen
Skelett
Gerippe, Knochenger√ľst
Skoliose
seitliche Verbiegung der Wirbelsäule mit Verdrehung der einzelnen Wirbelkörper
Sondieren
Einf√ľhrung einer Sonde, z.B. einer Ern√§hrungssonde, bzw. Darreichen von Nahrung, Fl√ľssigkeit und Medikamenten √ľber die N√§hrsonde
Sono-Abdomen
Ultraschall vom Bauchraum
Sonographie
bildliche Darstellung von Körperorganen und Geweben mit Hilfe von Ultraschallwellen
Spastik
Je nach Auspr√§gung der Bewegungsst√∂rung weisen bei der Spastik bestimmte K√∂rperpartien infolge einer zentralnerv√∂sen Fehlsteuerung zu starke Muskelspannung (vgl. Hypertonie) auf. Daher gelingen bestimmte Bewegungsabl√§ufe gar nicht oder nur m√ľhsam
Spekulum
trichter-, r√∂hren-, rinnen- oder spatelf√∂rmiges Instrument zur Betrachtung von K√∂rperhohlr√§umen, z.B. Tracheospreizer, dabei wird das Tracheostoma gespreizt um die Einf√ľhrung einer Kan√ľle zu erleichtern
Spina bifida
angeborene Spaltbildung der Wirbelsäule, meist einhergehend mit Querschnittssyndrom
spinale Muskelatrophie
degenerative Erkrankung der Vorderhornzellen im R√ľckenmark mit fortschreitender generalisierter Muskelschw√§che
Spinalkanal
von Knochen (Wirbel) umgebener Kanal in der Wirbels√§ule, durch den das R√ľckenmark gesch√ľtzt wird
Stadium (Erkrankungsstadium)
Ausma√ü der Erkrankung, ausschlaggebend f√ľr die Wahl der Behandlung
Status
Zustand
Stauungspapille
durch Hirndruck vorgewölbte Papille (Eintrittsstelle des Sehnervs) im Augenhintergrund (Fundus)
Sterileinheit
Einzelzimmer mit keimfrei gefilterter Luft. Meistens werden allogene Stammzelltransplantationen in solchen Sterileinheiten durchgef√ľhrt
Sterilgut
Material, das sterilisiert wurde und dadurch keimfrei ist
Sterilisation
Verfahren durch dieMaterialien, Gegenstände von lebenden Mikroorganismen befreit werden; zielt auf absolute Keimfreiheit
Stimmrehabilitation
Verbesserung der Stimmbildung
Stoma
k√ľnstlich geschaffene Hohlorganm√ľndung, -√∂ffnung zur K√∂rperoberfl√§che (griech. Mund, Rachen)
Stomatitis
Entz√ľndung der Mundh√∂hle
Subcutane Injektion
Einf√ľhrung einer Substanz unter die Haut mittels Spritze und hohler Nadel
Subokzipitalpunktion
Einstich in den Wirbelkanal unterhalb der Hinterhauptschuppe, d.h. im Nacken
Symptom
In der Medizin bzw. der Psychologie ein Zeichen, das auf eine Erkrankung oder Verletzung hinweist.
Systemerkrankung
Erkrankung, die ein ganzes System betrifft, z.B. lymphatisches System, zum Unterschied von einer lokalisierten Erkrankung (z.B. Tumor)
Systemtherapie
Behandlungsform ,die den ganzen Körper erfaßt, z.B. medikamentöse Therapie im Gegensatz zu einer Lokaltherapie wie Operation oder Bestrahlung
Szintigraphie
nuklearmedizinisches bildgebendes Verfahren unter Verwendung m√∂glichst kurzlebiger radioaktiver Stoffe, die dem K√∂rper, z.B. oral oder durch die Vene zugef√ľhrt werden


T
Talker
Computergest√ľtztes Ger√§t, das Tastendr√ľcke oder das Ber√ľhren von Symbolen auf einem Bildschirm in Sprachausgaben √ľbersetzt
TE
Tissue Engineering, Das grunds√§tzliche Prinzip des TE besteht darin, autologe (k√∂rpereigene) Zellen zu verwenden, um damit ein vitales, funktionst√ľchtiges Ersatzgewebe zu fertigen, welches das Potential hat, sich in das umgebende Gewebe zu integrieren und mitzuwachsen
TEE
Trans√∂sophageale Echokardiographie, Ultraschalluntersuchung des Herzens mit einer flexiblen Sonde, die in die Speiser√∂hre eingef√ľhrt wird
Therapie
Maßnahmen zur Behandlung von Krankheiten und Verletzungen. Ziel des Therapeuten ist die Heilung, die Beseitigung oder Linderung der Symptome und die Wiederherstellung der körperlichen oder psychischen Funktion
Therapeutisches Reiten
Das therapeutische Reiten umfasst p√§dagogische, psychologische, psychotherapeutische, rehabilitative und sozial-integrative Ma√ünahmen, die √ľber das Medium Pferd umgesetzt werden. Zielgruppe sind Kinder, Jugendliche oder Erwachsenen mit k√∂rperlichen, seelischen und sozialen Entwicklungsst√∂rungen oder Behinderungen. Im Mittelpunkt des therapeutischen Reitens steht die Entwicklungsf√∂rderung. Reiterliche F√§higkeiten sind eher nebens√§chlich
Thorakotomie
chirurgische Eröffnung des Brustkorbes
Thorax
Brustraum
Thrombopenie
Mangel der Blutplättchen
Thrombophlebitis
Entz√ľndung der Venenwand, z.B. infolge Reizung durch Medikamente, Venenkatheter, usw
Thrombose
Blutpfropfbildung. Eine Thrombose entsteht bevorzugt bei längerer Bett­ruhe, Gefahr einer Lungen-Embolie (=Gefäßverstopfung) mit tödlichem Aus­gang
Thrombozyt
Blutplättchen
Thrombozytophenie
Verminderung der f√ľr die Blutgerinnung wichtigen Blutbl√§ttchen
Thrombozytose
Blutplättchenvermehrung
Thymus
Hinter dem Brustbein gelegen, auf dem Röntgenbild im Mittelschatten eingeschlossen, dient der Primärentwicklung der T-Lymphozyten
Tomographie
Röntgenschichtaufnahmen
Toxizität
Giftigkeit, Giftgehalt einer Substanz
Trachea
Luftröhre
Trachealkan√ľle
Kan√ľle, die nach Anlage eines Luftr√∂hrenschnitts (Tracheostoma) der Atemluftzufuhr dient
Trachealkompresse
saugt Sekret auf und dient als Polster zwischen Haut und Kan√ľle
Tracheostoma
operativ angelegte √Ėffnung der Luftr√∂hre nach au√üen
Tracheotomie
Die Tracheotomie (Luftr√∂hrenschnitt) ist ein medizinischer Eingriff der dann durchgef√ľhrt wird, wenn ein Mensch √ľber einen l√§ngeren Zeitraum nicht selbst√§ndig atmen kann und durch spezielle Maschinen beatmet werden muss. Diese operativ angelegte Luftr√∂hren√∂ffnung nennt man Tracheostoma
Transfusion
√úbertragung von Blut oder Blutbestandteilen von einem Menschen auf den anderen. Es werden zumeist Blutkonzentrate, d.h. nur jene Bestandteile des Blutes gegeben, die das Kind im Augenblick braucht (Erythrozyten, Thrombozyten oder Leukozyten)
transnasal
durch die Nase
transperitoneal
durch das Bauchfell (Peritoneum) hindurch (bei einer transperitonealen Operation wird das Bauchfell eröffnet)
Transplantation
Verpflanzung eines Organs von einem Menschen in einen anderen (s. Stammzelltransplantation)
Tumor
Geschwulst im Gewebe, √ľberm√§ssige Zellvermehrung. Jegliche Art von Gewebe kann betroffen sein. Die Geschwulst kann gutartig oder b√∂sartig sein
Tumormarker
vom Tumor gebildete, im Blut zirkulierende Stoffe


U
Ulkus
Geschw√ľr, Mehrzahl Ulzera
Ultraschallverfahren (Sonographie, Echo)
Untersuchungstechnik zur Darstellung von Organschnittbildern mit Hilfe von Schallwellen
Ultraschallvernebler
wandeln Wasser mittels Hochfrequenzschwingungen in mikrofeinen Nebel (Aerosol) um, der die tiefsten Bereiche der Lunge erreicht und befeuchtet
Unterbringung
Ein besonderer Bereich im Sinne des Betreuungsgesetzes. Dazu geh√∂rt die Unterbringung von psychiatrischen Patienten, die sich selbst oder andere gef√§hrden, in geschlossenen Abteilungen einer Einrichtung; dar√ľber hinaus freiheits¬≠entziehende Ma√ünahmen aller Art (auch das Anbringen von Bauchgurten und Bettgittern). Dieser Bereich ist durch eine allgemeine Bevollm√§chti¬≠gung f√ľr gesundheitliche Angelegen¬≠heiten nicht mit abgedeckt, sondern muss gem√§√ü ¬ß 1906 BGB gesondert erw√§hnt werden. Sonst w√ľrde u. U. trotz Bevollm√§chtigung eine amtsrichterliche Betreuerbestellung erfolgen
Unterst√ľtzte Kommunikation (UK)
Damit wird eine Form der Kommunikation bezeichnet, die mit Hilfsmitteln oder k√∂rpereigenem Ausdruck unterst√ľtzt wird. Mit dem Oberbegriff UK werden vielf√§ltige M√∂glichkeiten der Kommunikation f√ľr nicht lautsprachlich kommunizierende oder kaum sprechende Menschen beschrieben, z.B. Blickbewegungen, Geb√§rden, nichtelektronische (Kommunikationstafeln) und elektronische Hilfen (Talker, spezielle Software)


V
Varizellen
Feuchtblattern, Schaf blattern, Windpocken, durch Luftstrom √ľbertragen; Inkubationszeit 2-3 Wochen
Vena cava
untere Hohlvene
Vene
Blutgef√§√ü, das sauerstoffarmes, kohlendioxidreiches Blut enth√§lt (Ausnahme: Lungenvenen) und von Organen oder Geweben zur√ľck zum Herzen zieht
ventral
vorne (magenseits, also bauchseitig)
Ventrikel
Kammer
Ventrikulographie
Kontrastmitteldarstellung des Ventrikelsystems im Gehirn
venös
Die Blutgef√§sse betreffend, die das Blut zum Herzen f√ľhren
Verhaltensnormen
Geltende Verhaltensregeln innerhalb bestimmter Gruppen / Bereiche(kulturell bedingt sowie aus Erfahrungen gewonnen)
Vitalzeichen
Lebenszeichen; dazu gehören Bewusstsein, Atmung, Kreislauf, Messung und Überwachung von Puls, Blutdruck, Atmung
Vojta-Methode
Krankengymnastische Behandlungsmethode nach dem Arzt Vaclav Vojta. Das Konzept beruht darauf, festgelegte Reize per Druck auf die Knochenhaut des Kindes auszu√ľben. Dazu wird das Kind in bestimmten K√∂rperhaltungen fixiert. Auf den Reiz soll das Kind dann mit einer reflexartigen Bewegungsantwort reagieren


W
Wachkoma
Auch Apallisches Syndrom. Dauerhafter Ausfall der Gro√ühirnrinde, h√§ufig nach Sauerstoffunterversorgung w√§hrend Wiederbelebungsma√ünahmen (Reanimation). Es fehlt jede Ansprechbarkeit und Reizbeantwortung, es sind im Wesentliche nur die vegetativen Funktionen (Atmung, Kreislauf, Darm oder Niere) erhalten. Ebenfalls kann ein Wach-Schlafrhythmus noch erkennbar sein. In seltenen Ausnahmef√§llen finden sie noch nach Jahren intensiver Pflegebed√ľrf¬≠tigkeit und Behandlung in ein selbstbestimmtes Leben zur√ľck
Wassertherapiegerät
Hilfsmittel, das Kehlkopflosen Bewegungstherapien im Wasser und auch ein therapeutisches Schwimmen ermöglicht


X

Y

Z
Zelle
kleinste Lebenseinheit im Körper
zerebral
zum Gehirn gehörig
ZNS
zentrales Nervensystem (Gehirn und R√ľckenmark)
Zoster (Herpes Zoster, G√ľrtelrose)
akute Entz√ľndung eines Ganglions (Nervenknoten) mit Bl√§schenbildung im von den entsprechenden Nerven versorgten Hautbereich, ausgel√∂st durch ein Virus, das mit dem Varizellenvirus identisch ist
Zystomanometrie
Blasendruckmessung
Zystoskopie
Blasenspiegelung
Zytologie
Lehre von den Zellen, ihrem Aufbau und ihren Funktionen
Zytostatikum
Medikament, das die Zellteilung oder die Voraussetzung dazu stört
zytotoxisch
zellschädigend

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